Makrobiotik

Im Mittelpunkt der Makrobiotik steht das Prinzip von Yin und Yang.

Der Begriff makróbios (μακρόβιος) wurde schon von Herodot und Hippokrates von Kos verwendet.
Sie bezeichneten damit Menschen, die gesund sind und sehr alt werden. Aristoteles und andere klassische Autoren beschrieben einen Lebensstil als Makrobiotik, der auf einer einfachen Ernährungsweise fußt und Gesundheit und ein langes Leben verspricht. Im deutschen Sprachraum taucht die Bezeichnung 1796 in Christoph Wilhelm Hufelands Hauptwerk „Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern“ auf.

Eine neuere Form von Makrobiotik wurde im Wesentlichen von dem Japaner Georges Ohsawa begründet. Sie ist eine auf taoistischen Lehren und asiatischen Traditionen basierende Ernährungs- und Lebensweise, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Rahmen der New-Age-Bewegung auch in der westlichen Welt zahlreiche Anhänger fand. Nach dem Tod von Ohsawa wurde seine Lehre von einigen seiner Schüler modifiziert und weiterentwickelt.

Die heutige makrobiotische Lebens- und Ernährungsweise wurde von dem japanischen Philosophen George Ohsawa (1892 –1966) begründet.

  1. Yin/Yang sind zwei Pole, die in Kraft treten, wenn die unendliche Expansion den geometrischen Punkt der Zweiteilung erreicht.
  2. Yin/Yang ergeben sich fortlaufend aus der unendlichen Expansion.
  3. Yin ist zentrifugal, Yang zentripedal. Yin und Yang erzeugen die Energie.
  4. Yin zieht Yang an, und Yang zieht Yin an.
  5. Yin und Yang in variablen Proportionen kombiniert, erzeugen alle Phänomene.
  6. Alle Phänomene sind vergänglich, es sind unendlich komplexe Bildungen, durch ihre Komponenten Yin und Yang in ständiger Bewegung gehalten. Alles ist ruhelos.
  7. Nichts ist vollkommen Yin, nichts vollkommen Yang, auch wenn es in seiner Erscheinung sehr einfach ist. Alles enthält die Polarität in jeder Phase seiner Bildung.
  8. Es gibt kein Neutrum. Immer überwiegt entweder Yin oder Yang.
  9. Die Anziehungskraft ist der Verschiedenheit der Komponenten Yin und Yang proportional.
  10. Zwischen Yin und Yang bestehen außer den anziehen-den auch abstoßende Kräfte.Abstoßung, beziehungsweise Anziehung sind Yin und Yang umgekehrt proportional.
  11. Aus Zeit und Raum erzeugt Yin Yang, und Yang erzeugt Yin.
  12. Jeder physikalische Körper ist Yang im Zentrum und Yin an der Oberfläche.

Für körperliche und geistige Gesundheit muss der Mensch in allen Dingen einen Ausgleich zwischen Yin, der sich ausdehnenden, und Yang, der sich zusammenziehenden Kraft anstreben.
Die Ernährung spielt in der Makrobiotik die tragende Rolle. Alle Lebensmittel werden mehr oder weniger einer der jeweiligen Kräfte zugeordnet, die Einteilungskriterien sind vielfältig und hängen auch von der Zubereitungsart ab.

Yang- und Yin bei Lebensmitteln

Ausgewählte Nahrungsmittel nach Yin und Yang

Ohsawa hat in seinem Buch „Makrobiotische Ernährungslehre eine Liste zusammengestellt, die recht umfassend ist. Aber ich nenne nur die Nahrungsmittel, bei denen ich sicher bin, weil ich sie „erforscht“ habe. Ich ernähre mich also mit diesen Lebensmitteln. Aber ob das für jeden gesund ist, da habe ich meine Zweifel. Ich esse auch mal anderes, gerne auch unterwegs eine Pizza, aber hier stelle ich sozusagen den Standard dar.

Die Aufzählung beginnt immer mit dem Yin-haltigstem Nahrungsmittel (1) und setzt sich dann fort bis zum Yang-haltigstem Nahrungsmittel.
Die Aufzählung ist subjektiv, nur durch meine jahrelange Praxis entstanden. Sie hat aber große Schnittmengen mit Oshawas Listen. Man müsste das Verhältnis der Mineralstoffe Kalium und Natrium messen.

Gomasio

Miso

Tahin

Getreide mahlen mit Kaffemühle

Getreidemühlen sind teuer. Wenn man nicht viel Mehl braucht, etwas zum Brotbacken, dann reicht auch eine elektrische Kaffeemühle. Ich mahle damit immer mein geröstetes Getreide. Ich brauche es auch nicht so fein, weil ich ja meist einen Brei damit koche.

Dinkel Spirelli mit Möhren und Zubehör

Quotes from Georg Ohsawa