ZEN

Zum Zen bin ich über die Musik gekommen. Meine erste Zenmusikhörerfahrung war Tony Scott mit seinem Album „Music for Zen Meditation“, damals noch auf Schallplatte. Diese Art des Musizierens (Session) und der Musik hat mich grundlegend geprägt und ich habe mich immer wieder nach Rock- oder Technoorgien darauf zurückbesonnen.
Ich war zu der Zeit Hippie und bewegte mich in einem kleinen gesellschaftlichen Umfeld, das zu neuen Ufern aufbrach. Das Schlagwort hieß „Bewusstseinserweiterung“. Und so diente auch die Musik diesem Zweck.
Meditation gehörte zum Leben, gesunde Ernährung, die Verbindung mit der Natur war selbstverständlich.
Aber wie es so kommen kann, forderten Rock- und Technomusik ihren Preis und ich geriet in anderes Fahrwasser. Erst seit der Jahrtausendwende schwenkte mein Leben um und fand wieder Anschluss an ZEN. 
In der Meditation sitze ich manchmal lange mit meinem Instrument und schaue den Tönen hinterher, keine Stücke, keine festen Abfolgen. Alles ist ein Fluss der Frequenzen.

Diese Verhaltensweise ist schwer im Alltag durchzuhalten. Immer wieder kommen Situationen, die mir nahelegen, die Kontrolle über irgendetwas zu übernehmen. Eigentlich entgleitet mir dabei die Kontrolle. Das merke ich erst hinterher. Es ist ein ständiger Lernprozess, eine Ausbildung des Unterscheidungsvermögens.

Ich folge dem universellen Pfad, so drücken es manche Geistesschulen aus.
Der Pfad ist ein Transformationsweg der menschlichen Natur und ein Entwicklungspfad der spirituellen Körper durch Meditation und andere Techniken, der bis vor einigen Jahrhunderten zumeist der Geheimhaltung unterlag.
Die ‚Universelle Lehre‘ beschreibt diesen universellen Einweihungspfad, den jegliche Spiritualität zumindest unbewusst durchläuft. Sie beschreibt auch die stufenweise spirituelle Entwicklung des Menschen im Universum.

Was ist ZEN? Weiss es Google?

Zen bedeutet, das Leben zu leben – in seiner ganzen Fülle. Der unmittelbare Zugang zu diesem Einfachsten von allem ist dem Verstandeswesen Mensch jedoch versperrt – es scheint so, als ob die niemals schweigende Stimme der Gedanken ihn durch hartnäckige Ideen und urteilende Vorstellungen blockiere. Die permanente Beschäftigung mit sich selbst, die schützende Ich-Bezogenheit jedes Einzelnen verursacht immer wieder nur neues Leiden. Auch wenn Intellektuelle und Wissenschaftler sich oftmals von Zen angezogen fühlen, entzieht es sich der „Vernunft“. Zen wird oft als „irrational“ empfunden, auch weil es sich grundsätzlich jeder begrifflichen Bestimmung widersetzt.
Das scheinbar Mysteriöse des Zen rührt jedoch allein aus den Paradoxa, die der Versuch des Sprechens über Zen hervorbringt. Zen zielt immer auf die Erfahrung und das Handeln im gegenwärtigen Augenblick, und umfasst auf diese Weise Gefühl, Denken, Empfinden usw. „

Zen bezeichnet die Sammlung des Geistes und die Versunkenheit, in der alle dualistischen Unterscheidungen wie Ich und Du, Subjekt und Objekt, wahr und falsch, aufgehoben sind. Der Weg des Zen ist also eine mystische Erfahrung. Das Zazen ist das Sitzen in Versunkenheit und stellt den direktesten und steilsten Weg zur Erleuchtung dar. Im Zazen werden alle gedanklichen Vorstellungen überstiegen; es geschieht Befreiung aus jeglicher Knechtschaft der Gedankenformen.

Zazen ist das japanische Wort für Sitzmeditation . Zazen ist die wichtigste Übung im Zen-Buddhismus. Die Meditationstechnik soll Körper und Geist zur Ruhe bringen und den Boden für mystische Erfahrungen bereiten.

Zen ist die Erfahrung und das Handeln im gegenwärtigen Augenblick. Zen umfasst Selbst-Bewusstsein, Selbst-Gefühl, Selbst-Sein. Zen führt zur Wahrnehmung von Yin und Yang, zum Unterscheidungsvermögen in der Dialektik. und dann vielleicht heraus aus der relativen Realität.